Interrail - How to?

Dem einen gefällts dem Anderen nicht. Stinkend, entkräftet, voll bepackt mit dem Nötigsten, schnorrend und sparend, mit dem Zug durch Europa zu reisen. Es gibt viele Arten dies zu erledigen. Ich zähle nun ein paar davon auf wobei ich den letzteren selbst innerhalb von drei Wochen durchgezogen hab. Natürlich kann ich nicht die Vollständigkeit der Möglichkeiten garantieren aber ich glaub die gängigsten sind dabei.

Einerseits entscheidet man sich für den Schlafplatz im Zug. Das heisst die Nächte durchfahren und im Zug pennen. Ist aber leider immer mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei den meisten Nachtzügen muss man zusätzlich zum so genannten Interrailpass was draufzahlen. Genauere Infos diesbezüglich gibt es unter oebb.at. Am Tag sieht man sich dann die Destinationen, voll bepackt mit Rucksack und Verpflegung, an. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine dementsprechende Fitness und Ausdauer. Um solange Strecken zwischen den Städten und Bahnhöfen zurückzulegen braucht man auch eine Tour welche sich an diese Abstände anpasst. Mein letzter Trip war Italien - Cot’aZur - Spanien. Da gibt es keine längere Strecke als 4h und die war ein Abstecher ins landesinnere von Frankreich. Es gibt auch Nachtzüge mit 3-Stunden-Strecken, auf denen man aber dann im stehenden Zustand die Nacht verbringt. Naja Geschmackssache.

Zum Zweiten gibts da die Möglichkeit mit dem Campen. Rucksack, warmen Schlafsack, Rollmatte sowie auch Campingkochzeug + Zubehör einpacken und bei Gebrauch, also täglich, auspacken und gebrauchen. Man kann sich da teuerst austatten. Der Einkauf solcher Dinge sollte meiner Meinung nach nicht zu billig kommen. Man kann bei vielen Dingen sparen, aber wenn man professionell Campen will dann sollte man schon was dafür ausgeben wollen. Wäre ja nicht so toll wenn Wasser durchs Zelt kommt oder der Schlafsack um 3 Uhr in der Früh auf einmal mehr als Gelsenabwehr als aus wärmende Hülle dient. Da sollte man sich schon für Thermoschlafsack, und “waterproofed tends” entscheiden. Was natürlich neben dem teuren Zubehör, welches sich aber mit den billigen Campingplatzpreisen im Vergleich zu normalen Unterkünften ziemlich ausgleicht, noch zu einem Nachteil führt, ist meiner Meinung nach die extreme Schlepperei auf die Dauer. Zelt+Thermoschlafsack+schwer_verstaubarer_Gaskocher+Thermorollmatte+etc = für einen Rundgang in London, für die nicht ganz hartgesottenen schon recht schwer. Aber ja, billige Campingpreise, Lagerfeuer, schaurige Gruselgeschichten und die freie Natur sprechen natürlich auf jeden Fall für sich.

Ich hab dann noch von einer jungen Frau in Valencia gehört dass Sie mal einen kompletten Interrailtrip mit der Hängematte und einem Seil gemacht hat. Sie meinte: “Zwa Bam findst iwaroll” zu deutsch: “Zwei Bäume findet man überrall”. Naja ob da die Policia mitten in Barcelona auch der gleichen Meinung ist bleibt mal fraglich. Aber auf jeden Fall eine Top Idee, wenn man die großen Städte auslässt und eher am Land bleibt.

Die Art wie ich es gemacht hab ist wahrscheinlich die gängigste. Übernachtungen in “billigen” Hostels und Jugendherbergen. Wenn man sich vorher informiert findet man nicht nur solche Unterkünfte sondern auch andere Billighotelketten bei denen man mit maximal 30 Euro pro Nacht durchkommt. Ausser Ferrari-Motels hab ich leider alle wieder vergessen, weil ich auch nur kurz davon gehört habe. Auf jeden Fall ist es so zwar teuerer als eine Nacht am Campingplatz aber sehr angenehm.

Zum einen findet man diese Unterkünfte entweder im Internet (Tipp: Internetcafes nutzen) oder man besorgt sich den “Hostelling International Pass” dem man sich, zusammen mit dem wirklich sehr empfehlenswerten Hostelführer auf www.hihostels.com ergötzen kann. Neben Länderinformationen wie “Do’s und Dont’s” oder “Stats and Facts about Countries or Cities” gibt es auch perfekte Wegbeschreibungen ab Bahnhof oder Flughafen bis hin zur Unterkunft. Ausserdem gibt es für jedes Land eine übersichtliche Landkarte auf der die Ortschaften und Städte mit solchen Unterkünften verzeichent sind. Image Hostelführer

Was natürlich an solch weltbekannten und beliebten Unterkünften noch sehr schön ist, ist das Leute kennen lernen. In den großen Städten wie Barcelona, London oder Paris lernt man da, natürlich wenn man will, so einige Nationalitäten kennen. Da kann man dann schon einmal die eine oder andere Story von Mexikanern oder Japanern hören.
In den meisten Hostels gibt es Gemeinschaftsküchen in denen auch meistens Töpfe und Besteck vorhanden sind. Da erspart man sich dann dass Essen gehen und kann auch kulinarische Erfahrungen mit anderen Leuten austauschen.

Ja und wenns halt mal passiert, dass man Zug oder Bus verpasst dann pennt man halt mal irgendwo. Ein Beispiel könnt Ihr in meinem Blog über meinen Trip 2007 entlesen. Da hab ich müssen mit meinem Kollegen in St. Tropez an der Steinküste schlafen weil wir Bus verpasst haben und die Nacht viel viel zu teuer war um eine Unterkunft zu nehmen. Im Nachhinein wars toll ;-).
So, mit meinen allgemeinen Erfahrungen über Interrail und wie man auf so einem Trip überlebt bin ich jetzt am Ende. Im Beitrag “My Backpackers Reccomentations” habe ich einige “Lessons learned” angeführt. Dort steht eine kleine Liste von Dingen die ich vergessen habe bzw. das nächste mal sicherlich mitnehmen werde.
Aja und noch ein Tipp zum Schluss:
Lasst euch von Nichts unterkriegen - Andere Länder, Andere Sitten - Akzeptiert Franzosen wenn sie nicht Englisch sprechen wollen aber könnten, Sagt nicht “One Coke please” in Spanien und checkt immer als erstes Stadtpläne ab. Und! Plant den Trip nicht zu genau - es läuft sicher so ab wie geplant.

2 Responses to “Interrail - How to?”

  1. carisoprodol online Says:

    Wie Ihren Artikel zu Reddit inzuzufügen?

  2. cheap alprazolam Says:

    hi, suleialf !

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